Treffen der Freunde und Förderer
2. VIRTEUM Treffen der Freunde und Förderer am 28.6.2026 auf dem Hof Spinne
Bei bestem Sommerwetter begrüßte VIRTEUM am Sonntag mehr als 50 Gäste zum Treffen der Freunde und Förderer auf dem Hof Spinne in Selm. Unter den Besucherinnen und Besuchern befanden sich auch Vertreter aller 15 Partnerunternehmen, die das gemeinnützige Projekt gemeinsam mit zahlreichen Privatpersonen ideell und finanziell unterstützen.
Ein besonderer Höhepunkt war die Übergabe einer Spende in Höhe von 3.000 Euro durch Dieter Melcher vom gemeinnützigen Unternehmen düt & dat.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die aktuellen Entwicklungen von VIRTEUM sowie die vielfältigen Möglichkeiten des Hofs Spinne als Ort für Spiel, Begegnung und Naturerlebnisse für Kinder, präsentiert von den Gastgebern Petra und Richard Balster-Spinne. In Kurzfilmen und Präsentationen zeigte das VIRTEUM-Team, wie regionale Geschichte mit modernen digitalen Medien lebendig vermittelt wird, und gab zugleich einen Ausblick auf mehrere neue Projekte.
Vorgestellt wurde unter anderem die im Aufbau befindliche VIRTEUM Youth Group, der bereits acht engagierte junge VIRTEanerinnen und VIRTEaner angehören. Sie sollen künftig eigene Ideen entwickeln und die digitale Vermittlung regionaler Geschichte mit neuen Perspektiven bereichern.
Ein weiterer Schwerpunkt war das neue QR-Code-Projekt. In einem ersten Ausbauschritt werden 25 historisch und kulturell bedeutende Orte der Region mit QR-Codes ausgestattet. Besucherinnen und Besucher gelangen dadurch direkt zu Filmen, Bildern und Hintergrundinformationen auf der VIRTEUM-Plattform. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit den Heimatvereinen Selm, Bork und Cappenberg sowie dem SGV.
Auch die regionale Erweiterung der Aktivitäten schreitet voran. Die Gäste erhielten einen Einblick in die ersten Schritte des geplanten VIRTEUM-Projekts in Lünen. Ein Grußwort der Lüner Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg.
Ein besonders bewegender Programmpunkt war die Vorstellung der geplanten Erinnerungsskulptur für Eric Schildkraut, den aus Selm stammenden jüdischen Sportler, der sich zwar für die Olympischen Spiele 1936 qualifiziert hatte, aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung jedoch nicht teilnehmen durfte. Er überlebte den Holocaust im Exil. Mit dem Projekt möchte VIRTEUM an sein Schicksal erinnern und zugleich ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen setzen.
Große Anerkennung für die Arbeit von VIRTEUM sprachen auch Landrat Mario Löhr sowie Bürgermeister Heinz-Georg Mors aus. Besonders gewürdigt wurde, dass Bürgermeister Mors trotz seines Geburtstags persönlich an der Veranstaltung teilnahm und damit seine enge Verbundenheit mit VIRTEUM unterstrich.
Beim anschließenden Austausch nutzten Gäste, Förderer und Projektpartner die Gelegenheit, neue Ideen zu entwickeln, Kontakte zu vertiefen und gemeinsame Vorhaben zu besprechen. Die entspannte Atmosphäre auf dem Hof Spinne bot dafür den idealen Rahmen.
Nach dem ersten Treffen im vergangenen Jahr auf dem Hof von Julian Franzen und der diesjährigen Veranstaltung auf dem Hof Spinne wird das nächste Treffen der Freunde und Förderer auf dem Reiterhof von Svenja Schwert in Werne stattfinden. Zu jedem Treffen entsteht auch ein Film, der dann auf www.virteum.de gestellt wird.
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Am 11. Oktober 2025 traf sich der VIRTEUM Club der Freunde und Förderer auf dem Reiterhof bei Julian Franzen. Es war eine lockere Zusammenkunft zu der wir, d.h. Jason Nikolaus, einen Film produziert hat.
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Hof Veltmann – Vom Bauernhof zum Reiterhof
Die Geschichte des Hofes beginnt im 19. Jahrhundert – in einer Zeit, in der Höfe noch mit reiner Muskelkraft aufgebaut wurden.
Zwischen 1843 und 1874 errichteten Heinrich Heumann und seine Frau Maria Anna Kreft den Hof Stein für Stein. Es war der Anfang eines Familienbesitzes, der über Generationen Bestand haben sollte.
Die Familie Heumann hatte fünf Kinder – vier Mädchen und einen Jungen. Doch das Leben auf dem Land war hart: Vier der Kinder verstarben und es blieb Hannelore Heumann, die den Hof übernahm.
Doch die Zeit stellte klare Regeln: Eine Frau allein konnte einen Hof damals kaum führen.
So heiratete Hannelore den Pächter Klemens Veltmann – und mit dieser Verbindung erhielt der Hof seinen bis heute bekannten Namen:
Aus dem Hof Heumann wurde der Hof Veltmann.
Im Jahr 1910 entstand ein zentrales Gebäude des Hofes: der große Bullenstall.
Er steht sinnbildlich für eine Phase des Wachstums und der Modernisierung – Landwirtschaft wurde strukturierter, leistungsorientierter, größer gedacht.
Die nächste Generation brachte erneut eine Wendung:
Die Tochter von Hannelore und Klemens, Silvia Veltmann, stand allein vor der Zukunft des Hofes. Nach einem tragischen Unglück – ihr Bruder verstarb – lag die Verantwortung bei ihr.Die Zeiten hatten sich geändert. Die Anforderungen an einen landwirtschaftlichen Betrieb waren enorm gestiegen, so dass Silvia Veltmann schließlich eine weitreichende Entscheidung traf:Sie verkaufte die Hofstelle mit den Ländereien.Der Besitz wurde auf drei Parteien aufgeteilt – ein Einschnitt nach über einem Jahrhundert Familiengeschichte.Im Jahr 2008 begann dann ein neues Kapitel, in dem die Hofstelle von Julian Franzen und seiner Familie übernommen wurde.Was folgte, war eine grundlegende Transformation:2009–2012: Umbau des Wohnhauses und Aufbau moderner Pferdeställe.
Der Hof entwickelte sich zu einem Reiterhof, offen für Menschen, Tiere und Begegnung